Turm und Läufer gegen Turm: Verteidigung auf der zweiten Reihe

Schwarz am Zug, remis

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Du hast nur einen Turm gegen Turm und Läufer, und dein König steht schon am Rand. Im Buch ist das Remis. Am Brett fühlt es sich nach vierzig Zügen Druck an. Mit der Verteidigung auf der zweiten Reihe bleibst du ruhig und hältst remis.

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Turm und Läufer gegen Turm: Die Verteidigung der zweiten Reihe

Schwarz am Zug, remis · Remis halten gegen perfektes Spiel

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Die Theorie

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Turm und Läufer gegen Turm ist das häufigste Endspiel mit einer Mehrfigur, und sein Ruf ist zwiespältig: theoretisch von fast überall remis, praktisch jedes Jahr von starken Großmeistern verloren. Der ganze Abstand zwischen diesen beiden Tatsachen besteht aus einer einzigen Verteidigungsaufstellung.

Die Verteidigung der zweiten Reihe. Der verteidigende Turm gehört auf die Reihe direkt vor seinem König, und zwar auf die ganze Reihe, als Zaun. Von dort fängt er jedes Schach auf der Linie ab, und der angreifende König kommt nie zum letzten Schritt nach vorn: Jedes Annäherungsfeld ist entweder gedeckt oder wird mit einem Turmtausch beantwortet, und ohne Türme setzt der Läufer niemanden matt. Dem Angreifer gehört der ganze Rest des Bretts, und das bringt ihm nichts ein, denn gekämpft wird immer nur um diese eine Reihe.

Was verliert. Ein passiver Posten ist hier erlaubt, ein Wartezug nicht. Die Zaunreihe zu verlassen ist tödlich, und ebenso jeder neutrale Zug: Nur Te7 und Td7+ halten, und die meisten anderen Züge erlauben sofort Tf8 matt. Turmausflüge auf Schachjagd oder auf der Suche nach Gegenspiel schenken dem Angreifer genau das Tempo, um das er die ganze Zeit bettelt: Der König rutscht auf die sechste, der Läufer nimmt ein Fluchtfeld weg, und die berühmte Philidor-Gewinnstellung entsteht forciert auf dem Brett. Der zweite Friedhof ist die Ecke: an die Randlinien gedrängt, geht der Verteidigung der Zaun aus. In dieser Übung verliert sogar ein plausibel aussehendes Schach auf der Stelle, und damit ist die Lektion in einem Zug erzählt.

Die Uhr verteidigt mit. Fünfzig Züge sind eine kurze Leine für einen Angreifer, der sich gegen einen korrekten Zaun immer wieder neu ordnen muss. Halte die Reihe, halte den König zentral, zähle in Ruhe die Züge mit. Wer diese Aufstellung kennt, rettet im Lauf einer Karriere mehrmals ein Endspiel mit einer Figur weniger; wer improvisiert, schaut am Ende meist nur zu, wie der Läufer die Kiste zumacht.

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