Turm hinter dem Freibauern
Weiß am Zug und gewinnt
SpielenTarraschs berühmte Regel: Türme gehören hinter Freibauern, sowohl deine als auch die des Gegners. Dein Turm schiebt von hinten, während der Turm des Verteidigers vorne blockiert steht, und dieser Unterschied entscheidet die Partie.
Keine Anmeldung nötig. Der Gegner gibt nie auf, und jeder Fehler wird erklärt.
Turm hinter dem Freibauern
Win against perfect defense
Waking the engine…
Die Theorie
Tarraschs Regel ist der meistzitierte Satz der Endspielliteratur: stelle deinen Turm hinter den Freibauern, egal ob der Bauer dir oder deinem Gegner gehört. Diese Übung zeigt die Regel von der gewinnenden Seite, und warum sie Geometrie statt Sprichwort ist.
Die Asymmetrie. Ein Turm hinter seinem eigenen Freibauern gewinnt mit jedem Bauernschritt an Reichweite: der Bauer marschiert von ihm weg und öffnet Felder auf der Linie. Der blockierende Turm davor verliert aus demselben Grund an Reichweite, bis er auf der siebten Reihe überhaupt keine Felder mehr hat: jeder Turmzug lässt den Bauern umwandeln. Der eine Turm verbessert sich, indem er nichts tut; der andere verschlechtert sich, indem er nichts tut.
Die Umsetzung. Der Bauer kann nicht allein umwandeln, solange der Blockierer das Umwandlungsfeld besetzt, also fällt der letzte Akt deinem König zu: führe ihn unter dem Schutz des Turms das Brett hinauf und greife den Blockierer an. Der Verteidiger muss die Linie aufgeben (Bauer wandelt um), Türme tauschen (verlorenes Bauernendspiel) oder den Turm fallen lassen. Eine vierte Option gibt es nicht.
Die Spiegellektion zählt genauso: Wenn der Freibauer dem Gegner gehört, besagt dieselbe Geometrie, dass dein Turm hinter IHN gehört und vom Ende her belästigt, statt davor zu blockieren. Eine Regel, zwei Richtungen, tausende halbe Punkte. Hier übst du die angenehme Richtung.