Turm und Bauer gegen Läufer: Die sichere Ecke bezwingen

Weiß am Zug und gewinnt, nach Guretzky-Cornitz, 1863

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Der schwarze König steht in der sicheren Ecke: h8 ist schwarz, sein Läufer weißfeldrig. Deshalb wäre Turm gegen Läufer allein remis. Dein h-Bauer ändert alles. Er gewinnt die Partie, ohne je zu ziehen.

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Gewinnen trotz sicherer Ecke

Weiß am Zug und gewinnt · Gegen perfekte Verteidigung gewinnen

Engine wird geweckt…

Die Theorie

Guretzky-Cornitz zeigte 1863, dass Turm und Turmbauer einen Läufer selbst dann schlagen, wenn der verteidigende König bereits in der sicheren Ecke steht. Der Mechanismus ist nicht der erwartete.

Der Bauer ist der Unterschied, und er zieht nie. Nimm den Bauern h4 vom Brett, und die Stellung ist remis. Schieb ihn vor (1.h5), und die Stellung ist ebenfalls remis. Er gewinnt, indem er genau dort stehen bleibt, wo er ist.

Warum h4 zählt: Er deckt g5. Der Turm will den vom Bauern gedeckten Vorposten g5, von dem aus er den schwarzen König für immer von der Ecke abschneidet. Diese Deckung ist der ganze Sinn des Mehrmaterials. Doch h4 erledigt eine zweite Aufgabe: Er lässt h5 frei, sodass dein König über h5 nach g4 hinter den Turm entwischen und den schwarzen König vom Bauern abschneiden kann. Schieb nach h5, und du verlierst beide Aufgaben auf einen Schlag. Das ist der wahre Grund, warum 1.h5 remis gibt: nicht dass der Bauer fällt, sondern dass er die Mittellinie überschreitet, und jenseits dieser Linie hält die sichere Ecke.

Vertreibe zuerst den König. 1.Kh6 droht Matt, also ist 1...Kg8 erzwungen, und 2.Tg7+ Kf8 schiebt den König hinaus. Er kommt nie wieder herein.

In dieser Übung strebt der Verteidiger bei jeder Gelegenheit nach h8 zurück. Halte ihn draußen, lass den Bauern in Ruhe und nimm die g-Linie.

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